Top-Tipps: Hautallergie

Top-Tipps: Hautallergie

Hautallergie: Was tun gegen Juckreiz und Ekzeme?

Viele Menschen sind davon betroffen: Rötungen, Schwellungen, Pusteln oder Juckreiz - allergische Hautreaktionen haben viele Gesichter. Allein in Deutschland leiden über 5 Millionen Menschen unter unangenehmen Hautallergien.

Die Gründe für Ekzeme und Hautausschlag können dabei vielfältig sein. In diesem Artikel erfährst du, wie du Hautallergien identifizieren kannst und welche Maßnahmen ergriffen werden sollten, um diese zu vermeiden.

 

Gründe für allergische Hautreaktionen

Eine Allergie ist eine überschießende Abwehrreaktion des menschlichen Immunsystems auf bestimmte und normalerweise harmlose Umweltstoffe.

Beim Erstkontakt stuft der Körper diese Substanzen als Gefahr ein und entwickelt Antikörper, die bei erneutem Kontakt die typischen Symptome einer Hautallergie auslösen. Die Anzahl der davon betroffenen Allergiker steigt dabei stetig.

Grundsätzlich lassen sich Hautallergien in vier Typen kategorisieren:

 

Typ

Reaktionszeit

Auslöser

Typ I: Allergie vom Soforttyp           

Eintritt der Symptome innerhalb von Sekunden bis Minuten                 

Pollen, Bienen- und Wespenstiche, Nahrungsmittel, Medikamente

Typ II: zytotoxische Reaktion           

Ausbruch der Allergie innerhalb von Minuten          

Antigene heften sich an Zelloberflächen, z. B. Medikamente an Blutzelle

Typ III: Immunkomplexreaktion           

Allergie tritt innerhalb von vier bis sechs Stunden auf                

Mikrobielle Antigene, Medikamente, Fremdeiweiß

Typ IV: Allergie vom verzögerten Typ     

Reaktion tritt erst nach 4 bis 48 Stunden ein           

Mikrobielle Antigene, Medikamente, Fremdgewebe, Kontaktallergene (zum Beispiel Nickel, Salben)

 

Allergische Hautreaktionen treten dabei meist zeitversetzt ein. Deshalb sind diese in der Regel dem Spättyp (Typ IV) zuzurechnen.

Gerade aufgrund dieser Zeitverzögerung ist es nicht leicht herauszufinden, welcher Stoff für eine allergische Reaktion verantwortlich ist. Mögliche Verursacher von Hautallergien können folgende Stoffe sein:

 

  • Parfums und Duftstoffe
  • Nickel
  • Latex
  • Haarfärbemittel
  • Textilien
  • Kosmetika

 

Um genau zu klären, welcher Stoff für eine allergische Reaktion verantwortlich ist, empfehlen wir die Durchführung eines Pricktests durch den Hautarzt.

 

Hautausschlag vorbeugen

Zwar gibt es kein Wundermittel, um das Auftreten allergischer Hautreaktionen vollständig zu vermeiden, dennoch kann das Risiko von Ausschlägen und Ekzemen deutlich reduziert werden. Dazu sollten folgende Tipps beherzigt werden:

  • Benutze ausschließlich hautverträgliche Kosmetika

Viele Kosmetikprodukte enthalten künstliche Inhaltsstoffe auf die dein Körper negativ reagieren kann. Deshalb solltest du darauf achten, möglichst Produkte ohne Zusatzstoffe zu benutzen. Auch solltest du keine Produkte weiterverwenden, auf die du allergisch reagierst. Mit milden Seifen, Cremes und Kosmetika kann Hautausschlag vorgebeugt werden.
 

  • Stärke deine Abwehrkräfte

Eine abwechslungsreiche Ernährung und viel Bewegung sind die besten Grundpfeiler für eine starke Abwehrkraft. Frische Luft und Wechselduschen helfen ebenso, dein Immunsystem zu stärken und Infektionskrankheiten und Hautausschlag vorzubeugen.
 

  • Baue Stress ab

Entspannungsübungen und Meditation sind ebenso wirksam zum „Abschalten“ wie Sport und ein gutes Zeitmanagement. Entspannung hilft Infektionen, Hauterkrankungen und somit auch Hautausschlag vorzubeugen.

 

Hautausschlag: Wann zum Arzt?

Oft haben Hautausschläge nur einen harmlosen Auslöser, der sich bei genauer Beobachtung einfach beheben lässt. Kommt es hierbei zu heftigen allergischen Reaktionen, solltest du unverzüglich den Arzt aufsuchen oder sogar den Rettungsdienst rufen.

 

Gehe immer zum Arzt, wenn

  • die Ursache für eine Hautveränderung unklar ist,

  • der Ausschlag plötzlich und heftig auftritt,

  • die Hautstelle stark juckt, schmerzt und/oder anschwillt,

  • Beschwerden wie Fieber, Zittern, Atemnot und/oder andere Symptome dazukommen,

  • der Ausschlag sich allmählich entwickelt, sich ausbreitet, längere Zeit anhält, auch unter einer schon begonnenen Behandlung,

  • die Hautveränderungen schubweise auftreten,

  • der Ausschlag sich verändert, aus Rötungen Schuppen, Knoten, Pusteln oder Blasen werden,

  • rote Flecken auf Hautblutungen hindeuten,

  • ein Ausschlag bei einem Säugling oder Kind auftritt.

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