Magenprobleme? Wermut ist für alles gut!

Magenprobleme? Wermut ist für alles gut!

Verdauungsstörung, Blähungen, Appetitlosigkeit, Völlegefühl und weitere Magenbeschwerden. Gegen all dies sind Bitterstoffe wohl eines der besten Naturheilmittel. Nur zu gut, dass Wermut reichlich von diesen Stoffen hat.

Eine alte Volksweisheit besagt nicht umsonst „Wermut ist für alles gut!“.


Was genau ist Wermut?

Der Wermut ist mit seinen graufilzigen Blättern und dem herbwürzigen Duft, den er verströmt, ein Inbegriff der Mittelmeerländer. Die Pflanze wird bis zu 100 Zentimeter hoch. In Mitteleuropa wird Wermut in Gärten kultiviert, wie es bereits die Mönche im Mittelalter vorgemacht haben.

Mit seinem stark bitteren Aroma gehört der Wermut zu den wichtigsten Bitterkräutern, die zur Stärkung der Verdauung verwendet werden. Für die pflanzliche Arznei werden meist alle Teile bis auf die Wurzel verwendet.


Wie hilft mir Wermut?

Wie bereits oben erwähnt enthält Wermut etliche Bitterstoffe. Genau diese regen die Geschmacksknospen sowie die Speichel- und die Magensäureproduktion an.

Dadurch werden wiederum Verdauungshormone ausgestoßen und die Gallensäure angeregt. Schlussendlich folgt daraus eine Anregung der Verdauung. Ein kleiner „Wermut-Schnaps“, auch Absinth genannt, eignet sich somit wunderbar als Verdauungsschnaps nach dem Essen.

Häufig ist es allerdings auch so, dass man Probleme dabei hat besonders fettreiche und schwere Nahrung zu verdauen. Gerade hier eignet sich Wermut auch, wie beispielsweise in Form eines Tees. Zudem mindert es die Blähungen im Nachhinein.

Somit kann Wermut für dich einen zuverlässigen Gehilfen rund um das Thema Verdauung darstellen.


Die Anwendung

Die wohl häufigste und einfachste Art Wermut anzuwenden, ist wohl der Tee. Übergieße für einen Wermut-Tee schlicht ein bis zwei Teelöffel Wermutkraut bzw. -blätter mit einer Tasse kochendem Wasser.

Nachdem du ihn fünf bis zehn Minuten ziehen lassen hast, kannst du ihn abseihen und in kleinen Schlucken trinken. Zur Anregung der Verdauung wird empfohlen täglich ein bis drei Tassen jeweils 30 Minuten vor der Mahlzeit zu trinken. Man sollte den Wermut-Tee nicht süssen, denn eine Abmilderung der Bitterkeit durch Süsse würde die erwünschte Wirkung des Wermuts abschwächen.

Wie bei allen stark wirksamen Heilkräutern sollte man nach sechs Wochen Daueranwendung eine Pause einlegen und vorübergehend einen anderen Tee mit ähnlicher Wirkung trinken. Anschliessend kann man wieder sechs Wochen lang Wermut-Tee trinken.

Durch die Pause werden eventuelle unerwünschte Langzeitwirkungen verhindert und die erwünschte Wermut-Wirksamkeit bleibt erhalten und lässt nicht durch Gewöhnung nach.


Missbrauch von Wermut

Vorsicht ist bei dem ätherischen Öl des Wermuts geboten. Dieses ist nämlich leicht giftig. Aus diesem Grund sollte Wermut keineswegs in großen Mengen und auch nicht über sehr lange Zeiträume angewendet werden.

Eine besondere Warnung ist bei Wermut als alltägliches Genussmittel auszusprechen. Wermut-Schnaps erfreute sich in Form von Absinth einer sehr großen Beliebtheit. Jedoch können durch den häufigen Konsum von Absinth Wahnvorstellungen, Schwindelanfälle oder Delirien eintreten.

Aus diesem Grund wurde Absinth auch verboten, wobei dieses Verbot auch bereits wieder aufgehoben wurde. Dennoch solltest du beim trinken von „Wermut-Schnaps“ sensibilisiert sein.

 

Viel Spaß beim Ausprobieren!


Neuerer Post